Bremen – Große Stadt mitten im Leben

Mehr als 1.200 Jahre zählt die Stadtgeschichte. Und man kann ihr begegnen. Im Barock- und Renaissance-Ambiente des Marktplatzes zum Beispiel im Angesicht von Rathaus und Roland, von Patrizierhäusern und dem "Schütting", Bremens traditionsreicher Handelskammer.

Es sind eindrucksvolle Wahrzeichen hanseatisch-republikanischer Gesinnung. Eine Tradition, auf die man stolz ist in Bremen. Liebevoll gepflegt wird das historische Erbe, das aus der Vergangenheit herübergerettet, heute sorgsam bewahrt wird. Die Böttcherstraße etwa, einst Handwerkergasse, heute Kunst- und Kulturzentrum und ein Glanzlicht europäischer Kulturgeschichte. Oder der Schnoor: Pittoreskes Altstadtquartier, aufgeschmückt und herausgeputzt zu Bremens heute beliebtester Touristenattraktion. Der moderne Wirtschaftsstandort - er gesellt sich problemlos dazu. Altes bewahren, Neues erproben - seit jeher ist dies ein Bremer Erfolgsprinzip.

Bremerhaven - maritimer kann eine Stadt kaum sein!

Und das ist ihre Visitenkarte: Deutschlands größte Stadt an der Nordseeküste, Europas bedeutendster Fischereihafen, Mitglied im exklusiven Club der weltweit führenden Containerhäfen, Werftenplatz mit internationalem Schiffbau-Renomee und als Treffpunkt der weltschönsten Luxusliner und Passagierschiffe die deutsche Nummer 1 unter den Kreuzfahrthäfen der Welt. Bremerhaven, das ist der Zauber einer maritimen Erlebniswelt. Das ist das Flair einer Seehafenstadt, die von und mit dem Wasser lebt: als internationaler Handelsplatz, als Zentrum weltweiter Warenströme und als der idealer Erlebnisort all jener, für die Urlaub am und auf dem Wasser die Erfüllung ihrer Träume bedeutet. Vereint in einer Stadt, die geprägt ist vom weiten Himmel des Nordens, vom ewigen Pulsschlag der Gezeiten und von ihren Wasserläufen, den maritimen Lebensadern Bremerhavens.

Und auch das ist Bremerhaven: Teil des Bundeslandes "Freie Hansestadt Bremen", das als einziger deutscher Zwei-Städte-Staat aus den Großstädten Bremen und Bremerhaven besteht. Zwei Städte, ein Land, die freilich keine geographische Einheit bilden, sondern durch eine 60-Kilometer-Distanz voneinander entfernt liegen. Ergebnis der Geschichte, die für Bremerhaven erst vor 170 Jahren begann. 1827 gründete Bremen die damals neue Stadt als "Vor-Hafen" am seeschiff-tiefen Wasser. Aus der Rolle des Juniors freilich ist Bremerhaven längst entwachsen. Mit heute118.000 Einwohnern bildet es selbstbewußt eine ganz eigenständige Metropole und empfiehlt sich als ein leistungsfähiges Ober- und Wirtschaftszentrum inmitten einer Region von über 300.000 Menschen.


Die Seehafen-Bestimmung freilich ist geblieben: nüchtern und erfolgsbezogen. Als Europas größte Auto-Drehscheibe zum Beispiel. Dass das so bleibt, dafür ist Zukunftsvorsorge getroffen. Auch durch den Ausbau des größten deutschen Container-Terminals, dessen Dimensionen derzeit auf die Anforderungen des nächsten Jahrtausends erweitert werden. Funktionalität hat Seefahrts-Romantik abgelöst. Und doch: Geschichte ist spürbar. Im Museumshafen der Windjammer und Schiffsveteranen etwa oder im Schifffahrtsmuseum, das die spannende Geschichte der Seefahrt hautnah nacherzählt. Die der Auswanderung zum Beispiel, die Bremerhaven fast ein Jahrhundert lang zum zentralen Auswandererhafen all jener über 10 Millionen Europäer machte, die von hieraus eine neue Zukunft jenseits des Atlantiks suchten.

Heute Erinnerung in einer Stadt, die sich wandelt. Die zielstrebig Pläne entwickelt zur Entfaltung neuer Wirtschaftskraft, eines eigenständigen Profils als Hochschul- und Forschungsstandort und die mit Theatern, Museen und Galerien selbstbewußt Flagge zeigt als Kulturzentrum. Impulse, die Früchte tragen. In Gestalt des "Alfred-Wegener-Institus" zum Beispiel, Deutschlands zentraler Forschungseinrichtung zur Polar-, Meeres- und Klimaforschung mit Sitz Bremerhaven. Die Zukunft Bremerhavens in einer sich ändernden Welt, sie hat längst begonnen. In der Zielrichtung, die Hafen-, Fischerei- und Werftenstadt zu einem prosperierenden Zentrum vielfältiger maritimer Industrien weiterzuentwickeln und sie zu einem Motor des Tourismus in ihrer Region auszubauen.


Die Häfen in Bremen und Bremerhaven heute, unverändert sind sie ein weltweit operierendes Kontaktzentrum, das über eine der größten geschlossenen Container-Umschlagsanlagen Europas verfügt und die die Nummer 2 ist unter den Drehscheiben des europäischen Auto-Im- und Exports. Auch deutsches Spitzenbier ist in Bremen zu Hause und außerdem Kaffee der allerbesten Qualität. Andere Hersteller steuern zur lukullischen Visitenkarte feinste Schokoladenerzeugnisse, erlesene Gewürze, vielfältige Frühstücks-Snacks und verführerische Fischspezialitäten bei. Man weiß zu genießen in Bremen, das als eines der bedeutendsten Nahrungs- und Genussmittelzentren die Tische Europas deckt. Und man versteht zu leben. Aber das gilt es selbst zu entdecken, in einer Stadt, die mit mehr als 1.000 Kneipen und Cafés, Restaurants, Bistros und Bars Gastfreundschaft groß schreibt, die lebt und leben lässt.


Hafenstadt ! Schnittpunkt internationaler Warenströme, Umschlagplatz jedweder Güter aus aller Herren Länder, zentrale Adresse der Weltschifffahrtsverkehre: Bremen ist alles, was einen Welthafen ausmacht. Seit Jahrhunderten lebt Bremen von seinen Häfen und tut es bis heute als die Hafenstadt Nummer 2 in Deutschland.  Die Hafen- und Logistikbranche ist weiterhin einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige im Land Bremen. Etwa jeder vierte der über 300.000 bremischen Arbeitsplätze hängt direkt oder indirekt vom Hafengeschehen ab. Mehr als 9.000 Seeschiffsankünfte verbinden Bremen und Bremerhaven jährlich mit Häfen in allen Teilen der Welt. Dabei werden jedes Jahr nahezu 50 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

Moderne Seehäfen werden daran gemessen, wie leistungsfähig sie sind, mit welcher Technik sie ein zügiges Beladen und Löschen der Schiffe garantieren. Die bremischen Häfen zählen dabei zu den besten und schnellsten der Welt. Modernste Technik ist vorherrschend, der Zeittakt der Warenverkehre satellitengestützt, weltweit vernetzt und computergesteuert. EDV-Spezialisten bestimmen an Logistik-Terminals Ankunft und Abfahrt der Schiffe, die heute mit fahrplanmäßiger Genauigkeit die großen Häfen der Welt verbinden. Bremen ist einer von ihnen.

Dass das so bleibt, dafür ist Zukunftsvorsorge getroffen. Durch den Ausbau des gigantischen Container-Terminals in Bremerhaven etwa und durch die Erweiterung einer der größten Autoumschlagsanlagen Europas. Hinsichtlich seiner Dimension und seiner Leistungsfähigkeit zählt der Container[spe]-Terminal Bremerhaven weltweit zu den 20 größten Umschlagsanlagen seiner Art, mit einer Umschlagsleistung von 3,2 Mio. TEU (Standardcontainern) pro Jahr.


Parallel dazu:

Bremens Spitzenstellung als eine der europaweit führenden Drehscheiben des Auto-Im- und Exports mit ihrem Schwerpunkt in Bremerhaven, wo jährlich etwa 1,4 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen werden. Und natürlich gehört auch das zum verwirrend vielfältigen Branchen-Mix Bremer Hafen-Tätigkeit: konventionelles Stückgut, klassische Importprodukte wie Baumwolle, Wolle, Kaffee, Tabak oder Südfrüchte. Tiefgefrorener Fisch aus Bremerhaven wird in ganz Europa abgesetzt, wie vieles, was via Bremen auf die Märkte der Welt kommt: vom kleinen Zubehörteil bis zur kompletten Industrieanlage.  Dabei empfehlen sich Bremens Häfen mit zwei unschlagbaren Standortvorzügen. Mit 60 Kilometern zum Meer sind die Häfen der Stadt Bremen die am tiefsten im Binnenland liegenden Umschlagzentren Deutschlands mit den entsprechend kürzesten Verbindungen ins Hinterland, während sich gleichzeitig Bremerhaven mit seiner Küstenlage am seeschifftiefen Wasser als Anlaufpunkt auch der weltgrößten Schiffsgiganten empfiehlt.


Freie Hansestadt Bremen: Welthafen und -handelsplatz in unmittelbarer Nordsee-Nähe. Selbständiges Land der Bundesrepublik Deutschland. Bestehend aus den Großstädten Bremen und Bremerhaven. Als Zwei-Städte-Staat auf 400 Quadratkilometern kleinstes unter den 16 deutschen Ländern. Auf Landesebene 663.129 Einwohner, davon in Bremen 544.853. und 118.276 in Bremerhaven. Bedeutung: Die Nummer 2 unter den Außenhandelsstandorten der Bundesrepublik Deutschland.


Geschichte: 1.200 Jahre alt, frühes Zentrum der christlichen Mission Nord- und Nordost-Europas, bedeutende Rolle unter den Hansestädten des Mittelalters, historisch gewachsene Stadtrepublik in der Tradition einer von Kaufleuten (Patriziern) geprägten Handelsmetropole.


Wirtschaft: Hafenplatz von Weltrang, bedeutender Standort der Automobil-, Elektronik-, Stahl-, Schiffbau- sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie, Zentrum der Nahrungs- und Genussmittelproduktion, fortschreitender Strukturwandel zum Dienstleistungs- und High-Tech-Standort, Kongress- und Messeplatz. 


Wissenschaft: Zwei Universitäten, Fachhochschulen, ausgebaute Forschungslandschaft auch durch zahlreiche außeruniversitäre Einrichtungen; u.a. Sitz des deutschen Zentrums für Polarforschung im Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven.


Kultur: Museen, Kunstsammlungen, Opern- und Ballettbühne, reiche Theaterlandschaft mit Schauspiel-, Kinder- und Jugend- Bühnen. Musikstadt mit Festivals und Konzertreihen, Sitz der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, alternative Zentren der Jugend-Kultur.


Sport: Hochburg von Fußball, Reiten und Radsport mit dem Spitzen-Fußball-Team des SV Werder, internationalen Reitturnieren und 6-Tage-Rennen der Rad-Profis. Nummer 1 im internationalen Tanzsport mit den mehrfachen Weltmeistern im Formationstanz der TSG Bremerhaven.


Freizeit: Hoher Erlebniswert der historischen Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrer lebendigen Gastronomieszene, ausgedehnte Parks und Naherholungsgebiete, attraktive Ausflugsmöglichkeiten in das Umland.


Die Bremer Stadtmusikanten und der Fallturm

Die Gebrüder Grimm haben ihre Geschichte als Märchen überliefert, Bremen hat ihnen ein Denkmal gesetzt: Den Bremer Stadtmusikanten, die, in ihrer Heimat vom Tode bedroht, in Bremen auf ein Überleben in Freiheit hofften. Ihre Skulptur in der klassischen Formation des aufeinander stehenden Quartetts von Esel, Hund, Katze und Hahn steht an der Westseite des Rathauses und wurde 1953 von dem Bildhauer Gerhard Marks geschaffen. Weitere Interpretationen der Stadtmusikanten finden sich auch in der Böttcherstraße und im Schnoor.


Fallturm

146 Meter hoch und gertenschlank. Die Wissenschaft hat Bremen 1985 sein jüngstes Wahrzeichen beschert: Den Fallturm , die hoch aufragende Laboreinheit des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitationsforschung (ZARM) an der Bremer Universität. Der Turm dient Schwerelosigkeitsforschungsexperimenten, die ansonsten - jenseits der Erdanziehung - nur in den Weiten des Alls möglich sind.


Shoppen mit dem besonderen Flair

Von historischen Straßen bis hin zu modernen Einkaufspassagen. Bremen hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Im Herzen der Stadt liegt der historische Marktplatz. Der ideale Ausgangspunkt für eine Shoppingtour, da Sie von hier die bekanntesten Einkaufstraßen - Söge-, Knochenhauer-, Obern- und Martinistraße – erreichen. Neben einer großen Auswahl an Geschäften finden Sie viele nette Cafés, in denen Sie auf Ihrer Tour eine kleine Pause einlegen können. Einkaufspassagen wie die Lloyd Passage, das Katharinen Viertel und die Domshof Passage sind nicht nur bei Regen willkommene Einkaufsstrecken, das vielfältige Angebot lädt bei jedem Wetter zum Bummeln ein.

Das besondere Flair begegnet Ihnen auch auf den Märkten mitten in der City: Auf dem Unser-Lieben-Frauen-Kirchhof können Sie auf dem Blumenmarkt flanieren und auf dem Domshof gleich nebenan Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse direkt vom Stand probieren. Einkaufen in Bremens ältestem Viertel: Souvenirs, Nostalgisches und eine Menge mehr bietet Ihnen der Schnoor.Eine Szene-Einkaufstour sollte Sie immer in das so genannte „Viertel“ führen: Ostertor und Steintor warten mit außergewöhnlichen Läden auf Sie. Abschließend können Sie Ihre Einkaufstour in einer der vielen Kneipen und Restaurants ausklingen lassen.


Marktplatz, Böttcherstraße, Schnoor und die Windmühle am Wall

Flanieren Sie durch den historischen Stadtkern von Bremen und genießen Sie ein vielseitiges Ensemble touristischer Attraktionen.


Marktplatz! Der Bremer Marktplatz wird zu den schönsten Europas gezählt. Einzigartig sein Ensemble historischer Bauten. Herausragend: Das Rathaus von 1405, das zusammen mit dem Roland zum Welterbe der Menschheit gehört. Der St. Petri-Dom, begonnen 1042, der "Schütting", Bremens traditionsreiche Handelskammer von 1537, die Kaufmanns-Häuser aus der Zeit der Weser-Renaissance um 1600 und das Bremer Wahrzeichen, die Roland-Statue von 1404, zugleich Freiheitssymbol der Stadt. Mit Augenmaß als Kontrapunkt eingefügt: Das moderne "Haus der Bürgerschaft", Bremens Landesparlament von 1966.


Böttcherstraße! Eine Straße als Gesamt-Kunstwerk. Geschaffen als vollendete Symbiose aus traditioneller und expressionistischer Backstein-Architektur. Initiiert durch den Bremer Kaffee-Kaufmann und Kunst-Mäzen Ludwig Roselius (Kaffee HAG) ab 1904; ausgeführt durch die Architekten Scotland und Runge sowie den Bildhauer Bernhard Hoettger bis 1934. Ort der vielbeachteten Paula-Becker-Modersohn-Kunstschau und des Roselius-Museum mit seiner Sammlung aus der Blütezeit hanseatischer Kaufmanns-Tradition. Täglich 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und 18.00 Uhr Glockenspiel mit den zeitgleich sichtbar werdenden Portraits der berühmtesten Ozeanbezwinger.


Schnoor! Erhaltenes Altstadtquartier eines mittelalterlichen Gängeviertels. Einst Stadtteil von Flussfischern, Handwerkern und Gewerbetreibenden, heute Ort exquisiter Läden, nostalgischer Kneipen, Restaurants und kuschelig-behaglichen Cafés. Liebevoll restaurierter Stadtbezirk, dessen Geschichte ins 13. Jahrhundert zurückreicht und dessen heute erhaltene Bausubstanz um 1500 entstand.


Windmühle am Wall

... und anderenorts. Fünf klassische Windmühlen haben in Bremen die Zeit überdauert, von denen jene im Stadtteil Oberneuland als Museum zu besichtigen ist. Im engeren Innenstadt-Bereich ist die Windmühle am Wall erhalten, die bis 1950 in Funktion war. Heute Wahrzeichen der Wallanlagen, der alten Bremer Stadtbefestigung, deren Mauern 1802 geschliffen und in einen Park umgestaltet wurden.


Das Kulturleben

Kulturstadt Bremen - ein Anspruch, den die Stadt einlöst. Avantgarde und Alte Meister, großes Theater und Werkstattbühnen, konzertante Highlights und der Sound unserer Zeit, Tradition und Provokation, Brauchtum und Experimentierfreude. Bremens Theater, Museen, Konzertsäle und Kunstsammlungen bieten unerschöpfliche Vielfalt - in ihrer künstlerischen Bandbreite ebenso wie in der Kreation ihrer Kunstereignisse.


Beispiel Museen. Die Reise durch Länder und Kontinente, sie beginnt in Bremen gleich neben dem Hauptbahnhof. Im Übersee-Museum, das - einst Sammlung kolonialer Exotika - heute zur sensiblen Annäherung an fremde Kulturen und zur Begegnung mit Lebenswirklichkeiten jenseits Europas einlädt. Dargeboten in einem Ambiente phantastischer Exponate vom japanischen Garten über Dorfszenen Afrikas bis zum umfassenden Weltenbummel durch Raum und Zeit. Die Weltmeere locken nur 60 km entfernt. Auch sie museal verdichtet und ohne Beispiel in Deutschland. Im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven wird die Tradition der Seefahrt bewahrt, mit originalen Schiffsveteranen im eigenen Museumshafen, mit berühmten Hinterlassenschaften ebenso berühmter Schiffe und Seefahrer. Komprimiert zu einem sehnsuchtsvollen Rückblick auf die Menschheitsgeschichte zu Wasser. Nur Bremer Geschichte - doch kaum weniger spannend - präsentiert das Bremer Museum für Kunst- und Kulturgeschichte. Highlights auch hier: Die kunstgewerblichen Sammlungen etwa und das lebensnah nacherzählte Werden der Welthafenstadt Bremen durch die Jahrhunderte.


Beispiel Theater. Man spricht vom "Bremer Stil" und meint die Eigenwilligkeit Bremer Inszenierungen. Meist spektakulärer als anderenorts, fast immer ambitionierter, bisweilen umstritten. Immer aber beachtet und nicht selten mit Gastspielverpflichtungen belohnt. Oper, Schauspiel und Ballett, szenische Kunst in ihrem ganzen Reichtum, dem Experiment wie dem klassischen Repertoire gleichermaßen verpflichtet. Und immer auf Bremens Spielplan: Shakespeare. Ein eigenes Theater hat die Bremer Shakespeare Company dem englischen Dramatiker gewidmet und eine Spielstätte purer Lebensfreude kreiert. Shakespeare at it`s best als elisabethiatisches Volkstheater in barocker Prächtigkeit und Sinneslust und mit heute längst internationalem Renommee.


Beispiel Kunstsammlungen. Das Neue Museum Weserburg setzt Maßstäbe. Spitzenwerke der Gegenwartskunst aus den führenden Privatsammlungen der Welt zusammengeführt zu Europas repräsentativster Gesamtschau moderner Kunst und präsentiert in einem Museen neuen Typs. Ein Glanzlicht, das seinesgleichen sucht - und findet! Etwa in der Kunsthalle mit ihrem anerkannten Sammlungsschwerpunkt deutscher und französischer Impressionisten. Klein aber fein das Gerhard-Marcks-Haus, das den Nachlaß dieses Bildhauers verwaltet und sich als Ort gediegener Ausstellungsereignisse exponiert. Und exklusiv in Bremen: Die Kunstsammlungen der Böttcherstraße mit den wichtigsten Werken aus dem Schaffen von Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Bernhard Hoettger und anderen, deren früher verkanntes Schaffen heute internationalen Ruhm genießt.


Beispiel Musik. Beethoven gab den entscheidenden Impuls. 1802 ließ er seine 1. Sinfonie in Bremen welt-uraufführen und weitere Premieren folgen. Musiktradition, die gepflegt wird in Bremen. Durch die Bremer Philharmoniker etwa und - mit internationalem Ausrufungszeichen - durch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, einem Spitzenensemble im Bereich der Kammermusik von anerkanntem Weltniveau. Internationalität, ein Gütesiegel auch des Musikfestes Bremen. Alljährlich im Herbst Höhepunkt der Bremer Musik-Saison mit einer Konzertreihe der glanzvollsten Orchester, der namhaftesten Dirigenten und Solisten in einem Festival höchster Ansprüche.


Unser Fazit: Bremen - zwei Städte, ein Land und ein Kulturplatz voller Entdeckungen.



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